Archiv für April 2007

Aprilsommer

Sonntag, 29. April 2007

Gestern in den Tagesthemen im Wetterrückblick gesehen. Fast der komplette April war zu warm und zu trocken. Nungut, das allein wird wohl niemanden mehr wundern. Erschreckend sind die absoluten Werte:
- 4,4 Grad wärmer als im Durchschnitt
- 4 Liter auf 1 qm Regen. Normal wären 60 Liter auf 1 qm.

Schon erschreckend. Allein eine normale Wetterschwankung ist das wohl wirklich nicht mehr.
Mich wundert eigentlich nur, warum der Raps noch so gut am Blühen und Wachsen ist.

Stasi 2.0 T-Shirts

Sonntag, 29. April 2007

Nun hat sich Spreadshirt doch entschieden, die T-Shirts zu drucken. Nicht nur das, auch verzichtet die Frima auf ihren Gewinn und spendet für einen Guten Zweck. Nähere Infos und – das wichtigste – die T-Shirts gibts bei dataloo . Ich werde auf alle Fälle eins bestellen, die Idee ist einfach zu gut und das Logo – leider – zu treffend. Vielleicht kommt auch dadurch das Thema in die Köpfe der Allgemeinheit.

Wirtschaftsweisen fordern Steuersenkungen

Freitag, 20. April 2007

Kaum geht es wirtschaftlich langsam wieder bergauf, die Neuverschuldung sinkt und ebenso werden einige Menschen mehr arbeiten finden, kommen sie. Erst Minister, welche sich entweder profilieren wollen oder schon einmal ans Jahr 2009 dachten, jetzt auch die so genannten Wirtschaftsweisen.
Die Steuern müssen gesenkt werden. Hört man ihnen so zu, gibt es nahezu keinen anderen Ausweg, es muss geschehen, sonst geschieht ein Unglück.
Tatsache ist doch aber eine ganz andere. Trotz Aufschwungs werden immer noch neue Schulden aufgenommen. Laut europäischem Stabilitätspakt sollte jedoch in wirtschaftlich guten Zeiten sogar ein Haushaltsüberschuss erwirtschaftet werden um die immense Staatsverschuldung aus der Vergangenheit abzubauen.
Sollten wir nun die Steuern senken, werden wir bei dem nächsten Abschwung sicherlich wieder das alte Problem haben und neue Schulden aufnehmen oder die Steuern wieder anheben müssen. Bei einem Abschwung sicher ein unkluger Zeitpunkt für solche Maßnahmen. An Abschung jedoch denkt derzeit keiner. Läuft doch alles gut, sagen die Wirtschaftsexperten.

Wie sagte Pispers noch so schön: “Wirtschaftsexperten – etwas blöderes finden Sie in keinem Tierpark. Sie können voraussagen, wie die Welt in 20 Jahren ausschaut, wenn alles so bleibt wie es ist”

Viele kritische Meinungen zu Schäuble

Mittwoch, 18. April 2007

Das Unkreativ-Blog hat eine beachtlich lange Linkliste, rund um das Thema Wolfgang Schäuble und den Drang zum Überwachungsstaat, zusammengestellt
Lesenswert!

Unschuldsvermutung

Mittwoch, 18. April 2007

Die Unschuldsvermutung, welche für jede Person zuerst gilt, ist einer der wichtigsten Errungenschaften unserer freien und demokratischen Gesellschaft. So sehe ich dies jedenfalls.
Jetzt scheint jedoch unser lieber Bundesinnenminister, Herr Schäuble, ganz und gar die Unterscheidungsfähigkeit für Recht und Unrecht verloren zu haben. Denn genau diese Errungenschaft ist dieser Herr bereit aufzugeben:

“Wäre es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch.”, sagte Schäuble in einem Stern-Interview

Es gab viel Schelte für den Telepolis-Artikel “Schäubles Syptome“, jedoch muss man sich, angesichts solcher Äußerungen, ernsthaft fragen, an welchen Wahnvorstellungen er leidet.
Würde diese Aussage umgesetzt, können wir auch gleich Guantanamo nach Deutschland verlegen, denn nichts anderes ist dies. Man sperrt im Zweifel unschuldige Menschen ein mit der Begründung, man wolle nur Anschläge verhindern. Wie will Herr Schäuble bitte dann diesen Menschen erklären, dass sie in einem freiheitlichen und demokratischen Staate leben. Ich befürchte jedoch, er bringt dies auch dann noch mit voller Überzeugung über die Lippen, selbst wenn nach XX Jahren genau diese Person freigelassen würde, und sich herausstellt sie war nie wirklich gefährlich. Nennt sich dann wohl Kollateralschaden der neuen, schäublischen Demokratie.
Es wird wirklich Zeit, die Eignung von Herr Schäuble für sein Amt zu überprüfen!

Kopierschutzforderungen der Liberalen – Deutschland:Norwegen 0:1

Dienstag, 17. April 2007

Wie netzpolitik  berichtet, fordern die Liberalen in Norwegen die Abschaffung von DRM und fordern die Legalisierung von Filesharing.
In Deutschland hingegen ist die FDP ein Verfechter von DRM. Dies spricht einmal mehr für meine Wahrnehmung der FDP als verlängerter Arm der Wirtschaft. Getreu nach dem Motto: Frei ist, was der Wirtschaft Gewinne bringt.

Die USA braucht ihre Waffen

Dienstag, 17. April 2007

Dies zumindest stellte J.W. Bush ziemlich schnell fest.
Ich hätte gedacht, dass – zumindest anfangs – eine Diskussion los getreten wird, ob die laschen Waffengesetze in den USA noch zeitgemäß sind. Angesichts der traurigen Katastrophe wäre dies wohl das Mindeste. Keinen Tag später erklärt jedoch die Sprecherin des Präsidenten:

“Der Präsident glaubt, dass Menschen ein Recht haben, Waffen zu tragen, aber dass alle Gesetze befolgt werden müssen.”

Ich möchte mich lieber nicht in die Lage der hinterbliebenen Angehörigen versetzen.

Pinkeln für den Schulbesuch

Dienstag, 17. April 2007

Letztens lief Sabine Christiansen so nebenher, eigentlich mag ich diese Sendung nicht sonderlich. Jedoch war dieses Thema nicht gerade politisch, sprich Wirtschaftsweisen – und solche, welche von dieser Sendung als solche verkauft werden – wären sowieso fehl am Platze gewesen. Es ging um das Thema Kinder und Erziehung.
Nun dort standen sich vom Rapper, über den Alt-68er bis hin zum Verfechter einer strengen Disziplin so ziemlich alle gegenüber.
Interessant, bzw. erschreckend waren jedoch die Ausführungen von Herrn Bernhard Bueb (zuweilen als strengster Lehrer Deutschlands betitelt). Er war Leiter des Internats Schloss Salem, dort wird sehr streng gegen Drogen agiert:

“Wir haben dann die tägliche Urinprobe eingeführt. Jeden Morgen wird seither ein Schüler nach einem Losverfahren bestimmt, der eine Urinprobe abzugeben hat. Wenn die Prüfung einen positiven Befund ergibt, wird der Schüler fristlos entlassen”

Nun, in der Sendung drückte er das “fristlos entlassen” noch etwas blumiger aus. Dem Schüler wird geholfen, “wir helfen ihm eine neue Schule zu finden”.

Solch ein Vorgehen hat, meiner Meinung nach, überhaupt keinen Sinn. Das Problem wird dadurch nicht gelöst, sondern höchstens verlagert, nämlich an die andere Schule. Klar in der Elite Schule existiert das Problem offensichtlich nicht mehr, die Problemfälle wurden einfach entfernt. Den Betroffenen ist damit jedoch wohl nicht geholfen.
Zum anderen ist davon auszugehen, dass an dieser Schule ein gewisses Grundverständnis mit Umgang von Suchmaschinen herrscht. Dort lässt sich sehr gut nachlesen, dass der einmalige (oder seltene) Konsum von Kanabis nach ca. 36 Stunden nicht mehr nachweisbar ist. Wer also wirklich interessiert ist zu kiffen oder es probieren möchte, wird damit sicher nicht abgeschreckt. Auch gewissen andere Partydrogen überdauern nur wenige Tage. Zur Not gibt es auch noch Ferien.
Es wäre also viel mehr sinnvoll Prävention anstatt Strafverfolgung zu betreiben, angeblich ist dieses Vorgehen allerdings damals in den 80er Jahren gescheitert und wurde seither als unbrauchbar abgehandelt. Sehr kurzsichtig, wie ich finde.

Viel erschreckender ist jedoch eine andere Tatsache, welche alle Schüler betrifft. Ein solches Vorgehen stellt eine verdachtsunabhängige Kontrolle darstellt. Jeder wird als potentieller Täter betrachtet. Genau dies kommt uns doch irgendwie bekannt vor. Ich warte noch darauf, dass Herr Schäuble dies sich als Vorbild nimmt, denn dort werden schon Schüler an das Prozedere gewöhnt. Später werden Sie sich also nicht sträuben, wenn mal eben Ihr PC durchleuchtet oder Ihre Wohnung abgehört wird. Man ist ja schließlich an solche Maßnahmen schon gewöhnt.

Zu hoffen ist also, dass solche Maßnahmen nicht Schule machen (im wahrsten Sinne des Wortes)

Gegen Vorratsdatenspeicherung

Montag, 16. April 2007

Mangels Zeit, verweise ich mal nur per Link auf netzpolitik.org.
Vielleicht lässt sich der Wahnsinn ja noch stoppen, oder wenigstens Verzögern. Zumindest in das Bewusstsein von den Menschen muss es kommen, derzeit scheint es wohl den meisten scheißegal zu sein, was über sie gespeichert wird. Sehr schade.

3 Euro pro Stunde sind zuviel

Sonntag, 15. April 2007

So eine Putzfrau oder Frisöse verdient wirklich zuviel für Ihre geleistete Arbeit, so jedenfalls denkt Herr Wolfgang Franz. Er muss es ja wissen, schließlich ist er Wirtschaftsweise. Welchen Stundenlohn Franz hat, möchte man lieber nicht wissen. Mehr als 3 EUR wird es wohl sein, sonst würde er nicht solchen Unsinn reden.
Desweiteren ist er der Meinung, man müsse den Kündigungsschutz am besten abschaffen. Sonst würden viele Arbeitsplätze bei der nächsten Abschwächung der Konjunktur gleich wieder abgebaut. Nunja, ohne Kündigungsschutz sind die Arbeitsplätze natürlich viel sicherer, ich verstehe.
Teile seiner Aussage sind auf tagesschau nachzulesen.